Limes-Gymnasiasten haben die Ergebnisse ihrer Recherchen für den Seminarkurs der Öffentlichkeit präsentiert

Welzheim. Ein Schuljahr machten sie sich Gedanken über Recht und Gerechtigkeit, recherchierten dabei zu Themen wie Inklusion oder organisierte Kriminalität. 20 Schülerinnen und Schüler nahmen am Seminarkurs des Limes-Gymnasiums teil. Und präsentierten nun am Donnerstag ihre Ergebnisse.

Viel Arbeit war damit in diesem Schuljahr verbunden. Die Jungen und Mädchen mussten sich aus dem Oberthema eine Fragestellung erarbeiten, in Gruppen von zwei bis drei Personen recherchieren – und daraus dann eine schriftliche Arbeit erstellen, für die jeder Teilnehmer um die 30 Seiten beizusteuern hatte. Sie haben sich dabei auseinandergesetzt mit Literatur, damit, was eine gute Quelle ist, wie man diese richtig belegt – und warum dies so wichtig ist.

Seit 20 Jahren gibt es an den Gymnasien Baden-Württembergs Seminarkurse. Und bei allen Wandlungen, die das Bildungssystem in dieser Zeit erlebt hat, blieb dieser stets erhalten. „Wir sind alle davon überzeugt, dass das etwas sehr Gutes und Vernünftiges ist“, sagt Schulleiter Fritjof Stephan. Deshalb ist es an der Schule er selbst, der die Kurse für gewöhnlich leitet.

Fähigkeiten geschult, die an der Uni und im Beruf gebraucht werden

Auch in diesem Jahr hat Stephan die Schülerinnen und Schüler begleitet und angeleitet bei ihren Recherchen. Er weiß, mit wie viel Arbeit das verbunden ist. Der Schulleiter weiß aber auch, dass es sich in der Regel auszahlt. Weil die Gymnasiasten dabei Fähigkeiten einüben und erlernen, die sie an der Universität und im Arbeitsleben später gut gebrauchen können: Durchhaltevermögen, strukturiertes, logisches Denken, Zeitmanagement oder Teamfähigkeit.

Zum Jahresthema sind diesmal wieder spannende Arbeiten entstanden. Eine Gruppe hat sich etwa der Inklusion gewidmet und ist der Frage nachgegangen, wie sich diese historisch und aktuell entwickelt hat. „Die beiden haben sich wunderbar in das Thema hineingearbeitet“, lobt Stephan. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit der organisierten Kriminalität, hat dazu auch Kontakt zum Bundes- und Landeskriminalamt aufgenommen. Und dabei festgestellt, dass deren Kontrolle und Eindämmung gar nicht so leicht ist.

Eine Arbeit drehte sich um Kinderrechte und wie diese verletzt werden. Ein Thema, das auch die Schule selbst betrifft. Etwa wenn Kinder eindeutige Anzeichen häuslicher Gewalt aufweisen. In so einem Fall müsse das Gymnasium reagieren.

Eine weitere Gruppe recherchierte zur Ausbeutung von Entwicklungsländern anhand des Beispiels Äthiopien. In dem afrikanischen Land werden Quellen angezapft und das Wasser wird im reichen Norden als Produkt verkauft, während die Einheimischen unter Wassermangel leiden.

Diese und weitere Arbeiten wurden am Donnerstagabend im Limes-Gymnasium der interessierten Öffentlichkeit mit einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Für die schriftlichen Arbeiten, die Präsentation sowie eine bereits zuvor erfolgte mündliche Prüfung gab es dann Noten – den zufriedenen Gesichtern der Gymnasiasten nach zu urteilen, vorwiegend gute.