Hart erkämpfter 3.Platz beim Schulschach in Rommelshausen

In Rommelshausen waren am Freitag den 14. Februar die Schulschach-Bezirksmeisterschaft 2020 im Bezirk Ludwigsburg/Rems-Murr-Kreis für die weiterführenden Schulen.

Für das Limes-Gymnasium Welzheim waren 4 Jugendliche der Schachabteilung der TSF Welzheim am Start in der Wettkampfklasse WK3 (Jahrgang 2005 und jünger).

Das Team Frederik Göhring, Björn Lang, Laura Eisenmann und Selia Schuricht auf der linken Seite der Bretter.

Die Gymnasien aus Winnenden und Fellbach waren mit Spielern besetzt, die für Ihren Verein in der A-Klasse spielen und nominell deutlich stärker waren. Daher gab es einen Zweikampf mit dem Remstal-Gymnasium Weinstadt um den 3. Platz, in dem sich das Limes-Gymnasium knapp behaupten konnte.

Unser Dank geht an Schulleiter Herrn Stephan, der die Aktion unterstützte und den Schülern für diesen Tag vom Unterricht befreite.

Wintersporttag 2020 am Limes-Gymnasium

Rennbetrieb

Wie in jedem Jahr fand am 31.01.2020 der Wintersporttag im Rahmen vielfältiger Unternehmungen statt. Es erfolgte wiederum eine Teilnahme am Wettbewerb Jugend trainiert für Olympia „Ski Alpin“, bei der sich die Schülerinnen und Schüler im Württembergfinale mit anderen Schulen des Landes messen konnten.

Die Betreuer am Start

Andere Gruppen besuchten unter anderem die Sprungbude und das Hallenbad in Fellbach und konnten sich nach Herzenslust austoben.

kleine Kunstwerke

Auch im Welzheimer Wald wurden naturerlebnispädagogische Angebote wahrgenommen. Leider waren die Witterungsverhältnisse nicht ideal, es wurde jedoch das Beste aus dem Tag gemacht.

Waldpädagogik im Welzheimer Wald

Theaterprojekt 2020

Schülertheater mit Anspruch

Ansage des Stückschreibers, Regisseurs und Lehrers Peter Haury an die versammelte Theatermannschaft auf der Bühne der Eugen-Hohly-Halle. Fotos: Habermann

Das 20. Projekt des Welzheimer Limes-Gymnasiums mit Peter Haury steht unter dem Thema „Wort und Tat“Welzheim.„Am besten ist, ihr lernt den Probenplan auswendig“, Lehrer Peter Haury vom Welzheimer Limes-Gymnasium erklärt während der Probe in der Eugen-Hohly-Halle auch, warum: „Ihr müsst für euren Auftritt rechtzeitig da sein.“ „Wort und Tat“ heißt das neue Theaterprojekt. Statt der einwöchigen Probewoche im Schullandheim Mönchhof gibt es drei Tage lang vor der Aufführung Haupt- und Generalproben. „Das hat sich bewährt. Die einwöchige Abwesenheit der Schüler vom Unterricht war den Kollegen nicht mehr zu vermitteln“, erklärt Peter Haury, der mit der neuen Lösung sehr einverstanden ist.

Die 20. Theateraufführung dauert zweieinhalb Stunden. Das Thema ist ein klassisches, ist irgendwie immer aktuell und vielleicht derzeit besonders brisant: „Wort und Tat“ heißt das Stück aus der Feder von Peter Haury. Wahrheit, Halbwahrheiten, Doppelmoral, Fluch und Segen, wirkliche und unwirkliche Liebe sind die passenden Stichworte dazu.Mächtige und Ohnmächtige wie zum Beispiel eine arme Familie oder eine Gruppe erfolgloser Künstler geraten in einer märchenhaften Stadt mit märchenhaften Perspektiven und Tabus in eine grundlegende Umbruchsituation. Welche Tabus gelten, welche werden gebrochen?

Geprobt wird seit Mitte November. Zwei Teams von Oberstufenschülerinnen mit jeweils einer Pianistin aus Klasse 11 und 12 studieren fünf Lieder mit jeweils mehreren Strophen, die Peter Haury für das Stück geschrieben hat, mit Teilgruppen des großen Ensembles ein. „Dies geschieht unter äußerst prekären Bedingungen in der Mittagspause. Viele Schüler haben somit an diesen Tagen gar keine Pause vor der Nachmittagsschule und vespern während der Probe, singen sozusagen mit vollem Mund“, berichtet der Kunstlehrer.Immer wieder sind natürlich auch Teilnehmende verhindert oder kommen erst später oder müssen früher gehen, alles geschieht unter der Volllast eines aktuellen gymnasialen Unterrichtsbetriebs mit mehreren Klassenarbeiten pro Woche und für manche Kinder mit jeder Menge außerunterrichtlicher Verpflichtungen in Sport, Musik oder anderem.Und dann appelliert eine kleine Gruppe von Schülern an die Aufmerksamkeit in einer Pause, die eigentlich, vor allem für die Jüngeren, dringend nötig wäre. Trotzdem hat Peter Haury die ersten Strophen richtig kraftvoll gesungen gehört. „Ich empfinde als Pädagoge bereits das beschriebene Arbeitsprinzip als eine kleine Sensation, für die ich mich vor den Älteren, die da Verantwortung übernommen haben, tief verneige.“An den Wochenenden und in den Ferien kommen die Schüler schichtenweise nach Szenen in die Aula, manche nur für eine halbe Stunde, manche über etliche Stunden am Stück, manche mehrmals am Tag. Die Ortsansässigen können zwischendrin nach Hause, die Auswärtigen haben oft schon seit Dezember manchmal lange Wartezeiten in der Schule – samstags und sonntags.

Das Stück orientiert sich an Fragen des gesellschaftlichen Erwachsenenlebens, von denen Peter Haury glaubt, dass sie mit älteren Kindern und Jugendlichen engagiert verhandelt werden müssen: Freiheit, Glaube und Liebe in ihren Ambivalenzen, sowie Gewalt.Dieses Jahr wurde ein Thema ausgewählt, das ein Stück weg im Gegensatz zu den etwas düsteren und ernsten Stücken der letzten beiden Jahre steht, mit einer stärkeren Tendenz zu abgründigem Humor. Vorlage sind Fragmente aus mehreren Komödien, die ineinander einfließen.Dabei setzt Haury auf die Kraft der Kunst und die Eigenständigkeit der Darsteller, sich im Prozess der Entwicklung eines Stücks einzubringen. Durch Nachfragen und im intensiven Gespräch wird das Gefühl für die Aufführung entwickelt. Im Mittelpunkt steht dabei der künstlerische Prozess und das persönliche Ringen des Lehrers um eine technische Umsetzung und Stimmigkeit der Bilder und Szenen.Grenzen der Machbarkeit, eine Herausforderung von Chaos und Gewimmel gehören für Peter Haury zum Mythos Theater und Film, den er auch in seiner freien künstlerischen Arbeit sucht. Das trifft auf die große Motivation und Teilnehmerzahl, die das Bedürfnis der Schüler spiegeln, sich öffentlich künstlerisch und gemeinschaftlich zu engagieren.Wie immer bleibt dabei die Sorge, ob das Theaterteam die Aufführung hinbekommt. Glück und Tatendrang geben den Akteuren Kraft, auch für die Herstellung von Requisiten, Bauten und Kulissen.

Auf seinen Fahrten zu und von den Proben am Wochenende trifft Peter Haury, der in der Landeshauptstadt wohnt, im Bus über Rudersberg nach Schorndorf oder in der S-Bahn von und nach Stuttgart regelmäßig Schüler, die unterschiedlich viele Jahre zuvor in Welzheim Abitur gemacht haben und von oder zu ihren Eltern unterwegs sind.Wenn es welche sind, die auf der Bühne standen, und das ist häufig der Fall, geht es immer um intensive Erinnerungen an diese gemeinschaftlich bewältigten Verrücktheiten, die Theater mit Gewicht darstellt. Ob diese jungen Menschen beruflich jetzt im Wirtschaftsleben, in Forschung, Industrie oder Geistesleben engagiert sind, spielt keine Rolle. Es klingt dabei durch, dass der Blick auf die Gemeinschaft als Ganzes in dieser Zeit besonders geschärft und gestärkt wurde und ein wichtiger Schritt für die Persönlichkeitsentwicklung war. (Stütz, ZVW 22.01.2020)

Probenarbeit der Schüler in der Eugen-Hohly-Halle. Foto: Habermann