Einen besonderen Erfolg konnte die Drohnen-AG des Limes-Gymnasiums feiern: Alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben das EU-Fernpilotenzeugnis A1/A3 erfolgreich erworben.
Dieses europaweit gültige Zeugnis der EASA (European Union Aviation Safety Agency) wurde über die luxemburgische Luftfahrtbehörde Direction de l’Aviation Civile Luxembourg (DAC) ausgestellt und bestätigt den verantwortungsvollen Umgang mit unbemannten Luftfahrtsystemen (Drohnen). Im Rahmen des Online-Trainings erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler die theoretischen Grundlagen in den Bereichen Flugsicherheit und Vorschriften, Luftraumbeschränkungen, menschliche Faktoren, Betriebsverfahren, allgemeine Kenntnisse über unbemannte Luftfahrzeuge, Privatsphäre, Datenschutz sowie Versicherungen. Den Abschluss bildete eine Online-Prüfung mit 40 Fragen, bei der mindestens 75 Prozent richtig beantwortet werden mussten – eine Herausforderung, die alle Teilnehmenden mit Bravour gemeistert haben.
Mit dem EU-Fernpilotenzeugnis A1/A3 dürfen die Schülerinnen und Schüler nun in der „offenen Kategorie“ fliegen: In A1 sind Flüge mit C1-Drohnen bis 900 g auch über unbeteiligten Personen zulässig (ohne Menschenansammlungen). In A3 sind Flüge mit großem Sicherheitsabstand zu Personenansammlungen und bebauten Gebieten erlaubt – selbstverständlich unter Einhaltung der europaweit gültigen Sicherheits- und Datenschutzregeln.
Doch die Arbeit der Drohnen-AG geht weit über den Erwerb des Zeugnisses hinaus: Die Schülerinnen und Schüler filmen Schulveranstaltungen aus der Luft, führen Such- und Erkundungsspiele im Freien mit Kameradrohnen durch und programmieren Indoordrohnen, die sogar zu einem koordinierten Drohnenschwarm zusammenarbeiten können. So verbinden sie Technik, Kreativität und Teamarbeit auf eindrucksvolle Weise.
In einer feierlichen Übergabe überreichte Schulleiter Nikolaj Beer die Zeugnisse an die jungen Drohnen-Pilotinnen und -Piloten. Der Leiter der AG, Rüdiger Wolff, zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistung seiner Gruppe: „Unsere Schülerinnen und Schüler haben mit großem Interesse, Teamgeist und technischem Geschick gearbeitet. Das Zertifikat ist der verdiente Lohn für ihren Einsatz – ich bin sehr stolz auf die gesamte Gruppe.“
Das über die luxemburgische Behörde erworbene Zeugnis steht auch für den gelebten europäischen Gedanken: gemeinsame Standards, gegenseitiges Vertrauen und ein einheitliches Sicherheitsverständnis in der Luftfahrt. Mit dem neuen Wissen und der offiziellen Qualifikation können die Schülerinnen und Schüler ihre Drohnenprojekte künftig noch professioneller gestalten – ein gelungenes Beispiel für praxisorientiertes Lernen, Verantwortungsbewusstsein und Begeisterung für moderne Technik.


