Am Dienstag, 7. Juli, und Mittwoch, 8. Juli 2026, wurde es am Gymnasium noch einmal spannend: Die mündlichen Abiturprüfungen standen an. Dabei mussten die Schülerinnen und Schüler vor ihrer Lehrkraft sowie zwei weiteren Prüferinnen und Prüfern ihr Wissen unter Beweis stellen. Eine Prüferin oder ein Prüfer kam dabei als sogenannte Fremdprüferin oder sogenannter Fremdprüfer von einer anderen Schule.
Die Prüfungssituation erinnerte durchaus an ein anspruchsvolles Vorstellungsgespräch oder Assessment-Center. Umso größer war die Erleichterung, als auch diese letzte Hürde geschafft war. Mit dem erfolgreichen Abschluss der Prüfungen hielten die Abiturientinnen und Abiturienten schließlich die allgemeine Hochschulreife in den Händen.
Nach der Arbeit kam das Vergnügen: Am Freitag folgte der traditionelle Abi-Scherz der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten. Das Motto des Jahrgangs lautete: „Abikini – knapp, aber passt schon.“ Passend dazu mussten alle Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte am Morgen zunächst eine humorvolle „Gepäckkontrolle“ passieren, bevor die Reise beginnen konnte. Der Abiturjahrgang präsentierte sich stilecht als Sicherheitspersonal, Flugkapitäninnen und Flugkapitäne sowie Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter.
In der vierten Stunde wurde der Unterricht durch eine unterhaltsame Sicherheitseinweisung unterbrochen. Nachdem in den Klassenzimmern geklärt war, wie im Notfall die Sauerstoffmaske anzulegen wäre, ging es weiter in die Justinus-Kerner-Halle. Dort traten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander an. Zur großen Freude der Schulgemeinschaft standen unter anderem Mattenrutschen, Bikini-Schnellanziehen, Handtuch-Reservieren und ein Beachvolleyball-Match auf dem Programm.
Den feierlichen Höhepunkt bildete schließlich der Abiball. Die Moderatorinnen Marlene Artmann und Madeleine Mestlik führten sympathisch durch den Abend. Ein erstes Highlight war die Rede der Scheffel-Preisträgerin Julia Thiele, die das beste Deutsch-Abitur des Jahrgangs abgelegt hatte. In ihrer eindrucksvollen Ansprache ging sie der Frage nach, was sie in ihrer Schulzeit eigentlich gelernt habe. Neben fachlichem Wissen hob sie besonders die Bedeutung enger Freundschaften hervor. Zugleich erinnerte sie daran, dass Bildung nach wie vor ein Privileg sei, für das man dankbar sein dürfe.
Auch im Grußwort der langjährigen Elternbeiratsvorsitzenden Martina Stütz wurde deutlich, wie sehr Schule Menschen verbindet. Sie berichtete von einer besonderen Begegnung am Elternabend: Dort traf sie eine Mutter wieder, die bereits mit ihrem ältesten Sohn in eine Klasse ging. Mit dem Abitur dieses Jahrgangs gehe deshalb auch persönlich eine kleine Ära zu Ende.
In seiner Ansprache griff Schulleiter Nikolaj Beer das Abimotto auf und verband es mit nachdenklichen Gedanken. Den Bikini deutete er als Symbol gesellschaftlicher Veränderungen und als Anlass, über Gleichberechtigung zu sprechen. Zugleich rief er dazu auf, Diskriminierung jeder Art entschieden entgegenzutreten. Neben diesen ernsten Tönen kamen auch humorvolle Anekdoten aus der Schulzeit des Jahrgangs nicht zu kurz.
Im Mittelpunkt des Abends stand anschließend die feierliche Zeugnisübergabe. 46 Schülerinnen und Schüler erhielten ihre Zeugnisse der allgemeinen Hochschulreife. Etliche Preise und Belobigungen wurden vergeben. Besonders hervorzuheben ist Nina Schlegl, die ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 abschloss.
Es folgten Danksagungen an die Lehrkräfte der Leistungsfächer, ein unterhaltsames Spiel, der traditionelle Tanz des Sport-Leistungskurses sowie der diesjährige Lehrerinnen- und Lehrerauftritt. Nach dem offiziellen Teil wurde schließlich noch ausgelassen gefeiert und irgendwann endete ein gelungener Abiball, der diesem wichtigen Meilenstein im Leben der jungen Erwachsenen einen würdigen Rahmen gab.
Abiturientinnen und Abiturienten 2026 in alphabetischer Reihenfolge:
Artmann, Marlene
Bareiß, Jonas
Batema, Malaika
Betz, Marius
Dippon, Aleyna
Domke, Emina
Fernandez Scholz, Eva
Freudenberger, Naja
Friedrich, Sören
Fritz, Benjamin
Gaßmann, Finn
Greiner, Laurenz
Hofmann, Helene
Klein, Jakob
Klink, Marie
Knecht, Carl Jakob
Kontschak, Tim
Lehar, Noel
Menz, Steven
Mestlik, Madeleine
Meya, Nelly
Möll, Philipp
Müller, Leo
Müller, Mirjam
Münchinger, Jona
Paddeu, Pascal
Qallaku, Almir
Roggel, Ben
Röhrle, David
Schaal, Eric
Schaal, Nils
Schäfer, Lya
Schlegl, Nina
Schray, Miriam
Schuricht, Selia
Stadelmaier, Elias
Staudinger, Maximilian
Stettner, Tamina
Stoev, Nikola
Stoll, Jolina
Strasser, Johanna
Strotbek, Ronja
Stütz, Joel
Thiele, Julia
Walter, Paulina
Würsching, Peter


