Nach zwei ereignisreichen und intensiven Jahren fand die Klima‑Challenge, an der sich das Limes‑Gymnasium engagiert beteiligte, ihren Abschluss im „Theater hinterm Scheunentor“ in Plüderhausen. Bei der feierlichen Preisverleihung am 25. September waren drei der vier ursprünglich teilnehmenden Schulen anwesend und stellten ihre Projekte und Ideen noch einmal in Kurzform vor – für die Gäste ebenso wie für die Energieagentur Rems‑Murr als Initiatorin. Eine Schule musste den Wettbewerb aus internen Gründen vorzeitig beenden.
Die Klima‑Challenge verfolgte zwei Ziele: Energie einzusparen und die Schulgemeinschaft für Umweltthemen zu sensibilisieren, um die eigene Schule nachhaltiger zu gestalten. Die Energieagentur‑Mitarbeiter Ulrike Pfab und Stefan Layer begleiteten die teilnehmenden Schulen über zwei Jahre hinweg; Punkte konnten in verschiedenen Kategorien gesammelt werden.
Das Limes‑Gymnasium überzeugte vor allem durch deutliche energetische Einsparungen: Alte Leuchtmittel wurden durch neue ersetzt, Messungen in den Klassenzimmern systematisch durchgeführt. Der neue Hausmeister, Thomas Scheeff, trug mit großem Engagement zur Datenerhebung bei. Darüber hinaus gab es zahlreiche Aktionen für die gesamte Schulgemeinschaft – darunter die Limes Games mit Workshops zu Nachhaltigkeit sowie einem Verkauf von Fair‑Trade‑Waren und Upcycling‑Produkten. Ein weiterer Höhepunkt war der Umwelttag, der sich den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen widmete, ebenso wie die von den Umweltmentorinnen initiierte Kleidertauschbörse. Der neue Schulgarten mit der vom Verein der Freunde finanzierten Gartenhütte rundete den ganzheitlichen Ansatz ab.
Bei der Preisverleihung sprachen zunächst die Juristin und Geschäftsführerin der Energieagentur, Paula Baumgärtner, sowie Kommunikations‑ und Kampagnenleiterin Ulrike Pfab. Bei der von Stefan Layer moderierten Punktevergabe steigerte sich die Spannung von Schritt zu Schritt, denn die einzelnen Teilbereiche wurden getrennt gewertet. So entwickelte sich ein enges Kopf‑an‑Kopf‑Rennen zwischen der Gewerblichen Schule Backnang und dem Limes‑Gymnasium Welzheim.
Am Ende trennten das LGW lediglich vier Prozentpunkte vom ersten Platz; es belegte damit Rang zwei vor der Engelbergschule Winterbach.
Das knappe Ergebnis spiegelte sich auch im Preisgeld wider: Das LGW erhielt nur 100 Euro weniger als der Erstplatzierte und verfügt nun über 1.900 Euro für nachhaltige Schulprojekte. Darüber entscheiden die Umweltmentorinnen Hannah und Sophie Weitmann sowie Paula Ehmann. Über einen kleinen Teil des Preisgeldes darf der Hausmeister selbst verfügen, denn wie Herr Layer anmerkte: „Mach die Rechnung nie ohne den Hausmeister.“
Dass schlussendlich keine Schule leer ausging, entspricht dem Selbstverständnis der Energieagentur: Ein wenig Wettbewerb darf sein, doch entscheidend ist das gemeinsame Vorankommen beim Klimaschutz.
Die Delegation des LGW – bestehend aus Schulleiter Nikolaj Beer, den BNE‑Vertretern Stefan Laux und Harriet Adams‑Eßwein sowie den Umweltmentorinnen Hannah und Sophie Weitmann und Paula Ehmann samt Eltern – durfte sich neben dem Preisgeld über eine Bewirtung und das anschließende Theaterstück „Lausige Zeiten“ freuen.
Den offiziellen Pressebericht der Energieagentur ist hier nachzulesen.


