Peng, Peng. Am 27.04. besuchte der Autor Christian Mitzenmacher auf seiner Tour durch Süddeutschland das Limes-Gymnasium, um seinen Debütroman „Knallkrebse“ vorzustellen. Der Autor erläuterte nicht nur den ungewöhnlichen Titel, sondern bot den Schülerinnen und Schülern der beiden zehnten Klasse auch die Möglichkeit, Fragen über das Autordasein und den Literaturbetrieb zu stellen. Doch auch der Einstieg vor der Lesung des ersten Kapitels überraschte: Es gab eine Buchverlosung für alle, die sich entschieden, dem Autor auf Instagram zu folgen. Wer gewonnen hat, lesen Sie am Ende des Artikels.
Der Roman selbst handelt von einer Freundschaftsgeschichte zwischen einem Physikstudenten, dessen Freundin und einem deutlich jüngeren, unbegleiteten afghanischen Flüchtling. Mitzenmacher betonte seine anfängliche Unsicherheit bei diesem Thema, sah dann allerdings eine Chance darin, ebendieses durch (s)eine neue literarische Perspektive zu bereichern. Die zahlreichen positiven Rezensionen aus der Presse zeugen davon, dass ihm dies gelungen ist.
Frau Heyd von der Limes-Buchhandlung war ebenfalls mit einem Buchtisch vertreten, an dem man Exemplare erwerben konnte. Auch sie stellte dem Autor Fragen zu seiner Patengeschichte mit einem Flüchtling und bereicherte den Besuch des Schriftstellers.
Die Schüler fragten den Autor v.a. wie er auf den Titel, das Cover und die Handlung gekommen sei. Zudem gewannen die Zehntklässler einen Eindruck davon, wie lange es von der Idee bis zum fertigen Roman dauern kann. Grundlage seien für ihn immer zuerst die Figuren, die in sich stimmig sein müssten. An dieser Stelle berichtete er auch von einem Freund, der eine Serie („How to Sell Drugs Online (Fast)“) für Netflix erfolgreich pitchte und dabei ähnlich vorgehe. Die Figuren trieben jeweils die Handlung voran. Er verriet: Ein eigenes Drehbuch stehe auch noch auf seiner Bucket List.
Selbstverständlich war auch die KI ein Thema und der Autor wurde kritisch gefragt, ob er diese als große Gefahr für den Literaturbetrieb sehe. Mitzenmacher, der selbst promovierter Mathematiker ist, hob hervor, dass man zwar Stilproben von sich eingeben könne, bisher aber die Rechenleistung nicht für die Stimmigkeit und Tiefe der Figuren ausreiche. Besonders für das, was „zwischen den Zeilen“ wahrzunehmen sei, wäre die KI bisher nicht weit genug.
Über seinen Werdegang sprechend gab der Autor auch Empfehlungen, wie man einen Fuß in den Literaturbetrieb bekomme und einige Schülerinnen holten sich am Ende der Lesung noch persönlich Tipps und Adressen bei ihm ab. Die Verlosung des Romans bildete den Abschluss der Lesung. Gewonnen hat Maximilian Griese aus der 10B. Herzlichen Glückwunsch.


